
Kupplungsbetätigung bei Raupentransportern
Der Kupplungsbetrieb gliedert sich in den Auskuppel- und den Einkuppelvorgang. Zum Auskuppeln wird das Kupplungspedal betätigt. Im Leerweg wird zunächst das Kupplungsspiel überwunden; im anschließenden Arbeitshub entsteht der Ausrückweg und die Kupplung wird getrennt.
Zum Einkuppeln wird das Kupplungspedal langsam losgelassen. Die Druckplatte bewegt sich unter der Wirkung der Zugfeder nach vorn und überbrückt zunächst den Ausrückweg. Anschließend übt sie ausreichend Anpressdruck auf die Kupplungsscheibe und die Schwungrad-Reibfläche aus. Danach bewegt sich das Ausrücklager unter der Wirkung der Rückstellfeder nach hinten, das Kupplungsspiel entsteht und die Kupplung greift.
Kupplung einstellen:
Während des Betriebs nutzt sich die Kupplungsscheibe ab und wird dünner. Dadurch verringert sich das Kupplungsspiel, was schließlich das ordnungsgemäße Einkuppeln beeinträchtigen kann. Deshalb muss die Kupplung nach einer gewissen Betriebszeit eingestellt werden. Ziel der Einstellung ist ein korrektes Kupplungsspiel. Position und Verfahren richten sich nach dem jeweiligen Raupentransporter-Modell.
Die Druckplatte ist ein mitlaufendes Kupplungsbauteil, das sich stets mit dem Schwungrad dreht. Üblicherweise wird sie über einen Mitnehmer, eine Passfeder oder einen Bolzen mit dem Schwungrad verbunden. Gleichzeitig kann sich die Druckplatte relativ zum Schwungrad nach hinten bewegen, um die Kupplung auszurücken. Die Kupplungsscheibe besteht hauptsächlich aus dem Scheibenkörper, den Reibbelägen und der Nabe.
Beim Übergang vom Auskuppeln zum Einkuppeln reiben Kupplungsscheibe, Schwungrad und Druckplatte aneinander, wodurch viel Wärme entsteht. Diese Wärme muss rechtzeitig abgeführt werden, damit die Reibbeläge nicht durch Überhitzung beschädigt werden. Daher verfügt die Kupplungsglocke über Lüftungsöffnungen; einige Ausführungen sind zusätzlich mit Luftleitblechen ausgestattet, die die Belüftung und Wärmeabfuhr verbessern.
Die gebräuchlichsten Anpressmechanismen von Reibungskupplungen sind Schraubenfedern und Membranfedern. Membranfederkupplungen gibt es in zwei Ausführungen: als Druck- und als Zugkupplung. Schraubenfederkupplungen werden je nach Anordnung der Federn, die auf die Druckplatte wirken, in Umfangsfeder- und Zentralfederkupplungen unterteilt.
Die Kupplungsbetätigung kann mechanisch oder hydraulisch erfolgen. Um die erforderliche Pedalkraft zu verringern, ohne den Pedalweg durch ein zu großes Übersetzungsverhältnis des Betätigungssystems zu verlängern, kommen bei Raupentransportern Kupplungsassistenten zum Einsatz. Darüber hinaus gibt es pneumatische Kupplungsbetätigungen, bei denen der Motorluftkompressor die Hauptbetätigungskraft liefert und der Fahrer ergänzend oder als Reservekraft wirkt. Diese Systeme sind meist mit der Druckluftbremsanlage des Raupentransporters oder mit anderen pneumatischen Geräten verbunden und nutzen dieselbe Druckluftversorgung.
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