
Häufige Störungen bei kleinen Straßenwalzen und ihre Behebung
Mit der zunehmenden Verbreitung von Straßenwalzen sind auch ihre Schwachstellen deutlicher geworden. Die hohe Ausfallrate im Betrieb beeinträchtigt die Arbeitsqualität erheblich. Dieser Beitrag analysiert häufige Störungen bei Straßenwalzen und stellt konkrete Lösungen vor.
1. Kraftstoffleitung entlüften
Der Dieselmotor der Straßenwalze blieb während des Einsatzes stehen, weil der Kraftstofftank leer war. Obwohl der Tank nach dem Abstellen des Motors mit Diesel aufgefüllt wurde, war bereits Luft in die Kraftstoffleitung gelangt. Mit der Handpumpe ließ sich die Kraftstoffversorgung nicht wiederherstellen.
Um die Luft aus der Dieselleitung zu entfernen und den Motor wieder zuverlässig zu starten, gehen Sie wie folgt vor: Stellen Sie zunächst eine kleine Schale mit Diesel an einen etwas höher gelegenen Platz als die Einspritzpumpe. Entfernen Sie dann die Dieselleitung zwischen Kraftstofftank und Handpumpe und führen Sie sie in die Schale. Betätigen Sie anschließend die Handpumpe, um Diesel anzusaugen und die Luft aus dem Niederdruckkreislauf zu entfernen. Schließen Sie zuletzt die Leitung zwischen Kraftstofftank und Handpumpe wieder an und starten Sie den Motor. Er sollte nun normal laufen.
2. Vorgehensweise bei einem defekten Magnetventil
Wenn sich der Dieselmotor nur schwer starten lässt, dauert der Startvorgang sehr lange. Zunächst vermuteten wir eine schlechte Zerstäubung der Einspritzdüse. Doch die Prüfung der Einspritzdüse und der Einspritzpumpe ergab keine Beanstandungen. Bei einer erneuten Kontrolle des Startmagnetventils stellten wir fest, dass der Magnet nicht anzog.
Wir bauten das Startmagnetventil aus. Als wir den Kraftstoffventilhebel zwischen Einspritzpumpe und Magnetventil von Hand betätigten, sprang der Dieselmotor problemlos an. Das bestätigte, dass das Magnetventil defekt war. Da vor Ort vorerst kein neues Magnetventil erhältlich war, fixierten wir den Hebel der Einspritzpumpe mit dünnem Kupferdraht, damit er nicht zurückfedern konnte. Außerdem verstärkten wir die Dichtung des Magnetventils, um ein Ölleck an der Öffnung für den Hebel der Einspritzpumpe zu verhindern. Nach diesen Maßnahmen bauten wir das Magnetventil wieder ein und nahmen die Walze in Betrieb. Sobald ein neues Startmagnetventil verfügbar war, konnte es ausgetauscht werden.
3. Reparatur einer Verformung der Vorderradaufhängung
Als sich die statische Straßenwalze nicht starten ließ, sollte sie vor Ort mithilfe eines Radladers angeschoben werden. Dabei verformte sich der Rahmen zur Aufnahme des Vorderrads. Die Schweißverbindung zwischen der mit der Vordergabel verbundenen Lagerhülse und dem Achsschenkel verschob sich, sodass die Walze nicht mehr eingesetzt werden konnte.
Für eine herkömmliche Reparatur müssen der Vorderradrahmen, der Achsschenkel und die Vordergabel ausgebaut werden – ein zeitaufwendiges und arbeitsintensives Verfahren. Deshalb haben wir eine einfache Methode zur Wiederherstellung entwickelt: Richten Sie zunächst das Vorderrad geradeaus aus. Unterfüttern Sie anschließend das Vorderrad, den Vorderradrahmen und den Querträger der Vordergabel mit Holz, sodass sich das Rad beim Drehen des Lenkrads nicht mitdreht. Drehen Sie dann das Lenkrad und zählen Sie die Umdrehungen. Drehen Sie es bis zum Anschlag und anschließend um die Hälfte der gezählten Umdrehungen zurück. So lassen sich die verschobene Vordergabel und die Lagerhülse am Achsschenkel wieder korrekt ausrichten. Entfernen Sie danach die 14 Befestigungsschrauben an beiden Seiten des Vorderradrahmens. Heben Sie den Rahmen mit einem Wagenheber etwa 400 mm an, bis er von der Vorderradachse getrennt ist. Schweißen Sie schließlich die Buchse des Achsschenkels fest, lösen Sie den Wagenheber und senken Sie die Vordergabel ab. Montieren Sie anschließend den Vorderradrahmen und die Vorderradachse wieder. So kann eine Person die Verformung des Vorderradrahmens beheben.
4. Reparatur bei unzureichender Arretierung des Schalthebels
Der Arretierstift des Schalthebels einer statischen Walze kann leicht herausfallen oder abgeschert werden. Dadurch lässt sich der Schalthebel nicht mehr arretieren. Der 4 mm starke Stift verhindert, dass sich der Schalthebel dreht.
Zur Behebung des Problems gehen Sie wie folgt vor: Bohren Sie zunächst das Stiftloch am Schalthebel auf 5 mm auf und schneiden Sie ein M6-Innengewinde. Verbreitern Sie anschließend die Stiftnut des Schalthebels auf 6 mm. Verwenden Sie zuletzt eine M6-Schraube und eine M6-Mutter. Drehen Sie die Schraube in die Aufnahmebohrung des Stifts, lösen Sie sie um eine halbe Umdrehung und ziehen Sie die Mutter fest.
5. Behebung von Öllecks an Dichtringen
Am Vibrationsventil der Vibrationswalze trat Öl aus. Auch nach dem Austausch des Y-Rings trat das Leck nach kurzer Betriebszeit erneut auf. Bei der Prüfung stellte sich heraus, dass sich nach langem Einsatz des Vibrationsventils der Ventilschieber und seine obere Abdeckung stark abgenutzt hatten.
Zur Behebung des Problems ergänzen wir den Y-Ring in seiner Nut um einen O-Ring oder einen flachen Dichtring. Nach dem Einbau des zusätzlichen Dichtrings in das Vibrationsventil trat kein Öl mehr aus – die Methode hat sich somit bewährt.
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