
Straßenbau mit dem Minibagger: Tipps für die Praxis
Minibagger sind im Bergbau, im Städtebau und im Straßenbau unverzichtbar. Wer an den Straßenbau denkt, denkt oft auch an Minibagger. Ob beim Bau von Autobahnen und Tunneln oder auf Bergbaustellen – Minibagger sind überall im Einsatz.
Heute zeigt Ihnen die Redaktion, worauf es beim Einsatz von Minibaggern für Straßenbauarbeiten auf der Baustelle ankommt.
Auf einer Baustelle ist die Instandsetzung von Straßen eine wichtige Aufgabe, die einiges an Fachkenntnis erfordert – insbesondere bei Straßen mit Steigungen. Ist die Steigung zu stark, kommt ein Fahrzeug nicht hinauf. Ist sie zu gering, wird die Rampe zu lang. Wie lässt sich eine Straße bauen, die weder zu steil noch zu lang ist?
1. Zunächst den Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Ende der Steigung ermitteln.
Bevor Sie mit der Instandsetzung der Steigung beginnen, ermitteln Sie zunächst den Höhenunterschied und den Abstand zwischen dem oberen und unteren Ende des auszubessernden Abschnitts. So können Sie die erforderliche Rampenlänge bestimmen. Wird eine Rampe direkt an einer Böschung angelegt, richtet sich ihre Länge nach der Höhe der Stufe. Je höher die Stufe, desto länger muss die Rampe sein. Berücksichtigen Sie dabei stets die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort.
2. Mit dem Minibagger eine Rampe anlegen
Sobald die gewünschte Steigung feststeht, beginnen Sie mit dem Minibagger zu graben. Arbeiten Sie sich schichtweise vom oberen Ende der Steigung nach unten vor und tragen Sie das Erdreich ab. So lässt sich Boden vom oberen Bereich nach unten verlagern, die Fahrbahn darunter anheben und die Steigung der gesamten Strecke verringern. Sobald Sie etwa die Hälfte der Steigung erreicht haben, verteilen Sie das unten angesammelte Erdreich mit der Schaufel. Damit ist die Straße in ihren Grundzügen angelegt.
3. Die Rampe ebnen
Sobald die Steigung grob angelegt ist, muss die Fahrbahn der Rampe eingeebnet werden. Beginnen Sie wieder am oberen Ende: Drücken Sie Erhöhungen mit der Schaufel nieder und füllen Sie Vertiefungen auf. Erfahrene Fahrer können die Fläche oft direkt beim Anlegen formen. Liegen nur wenige lockere Erd- und Steinklumpen auf dem Boden, können Sie diese mit dem Minibagger wenden und verteilen. Beachten Sie, dass die Drehkraft begrenzt ist: Bei hartem oder reichlich vorhandenem Erdreich reicht diese Methode oft nicht aus. Führen Sie dann mehrere Bewegungen kombiniert aus, um das Material abzutragen.
Reicht die Schwenkkraft nicht aus und bleibt die Schaufel stecken, können Sie den Löffelstiel vor- und zurückbewegen und die Schaufel leicht öffnen und schließen. So verringern Sie den Widerstand und können auch hartes Erdreich abtragen. Ist die Fahrbahn weitgehend eben, fahren Sie mit dem Minibagger einige Male auf seinen Raupenketten über die gesamte Fläche. Dadurch wird der Boden verdichtet – und die Rampe ist fertig.
Das Instandsetzen von Straßen auf Baustellen gehört zu den häufigen Einsatzbereichen von Minibaggern. Dafür sind jedoch Geschick und ein gutes Auge erforderlich. Da die Einsatzbedingungen ständig wechseln, helfen fundierte Kenntnisse der Bedienung dabei, auch komplexe Aufgaben sicher zu bewältigen.
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